Pferd Zuechterseite.de Pferd
Suche
 
Home Branchenindex Pferdemarkt Jobbörse Boxenvermietung Reitbeteiligung Onlineshop Reiterforum
     
 Pferde
 Rasseportraits
 Reitstile
 

 Tipps Pferdekauf
 Tricks der Händler
 Kaufvertrag
 Schutzvertrag
 Versicherung
 Erstausstattung
 Kosten
 

 Extras
 Pferdequiz
 News
 
Pferdekrankheiten

Auf dieser Seite finden Sie eine Vielzahl von Pferdekrankheiten.

Krankheiten A-G     Krankheiten H-N      Krankheiten O-Z
Krankheiten O-Z
Ödem Periodische Augenentzündung
Phlegmone Piroplasmose
Psychische Erkrankungen
Koppen Weben
 
Raspe Rotz
Sarkoide Schale
Schlundverstopfung Sommerekzem
Spat Stollbeule
Strahlfäule Stützbeinlahmheit
Tollwut Vergiftungen
Warzen Wundstarrkrampf
Zahnprobleme  



Ödem:         nach oben

In das Bindegewebe übergetretene Ansammlung von Körperflüssigkeit wird als Ödem bezeichnet. Mangelnde Bewegung oder schwaches Bindegewebe ist die Hauptursache. Schwerere Ödeme mit massiver Schwellung können durch Herzschwäche, Bauchwassersucht, Veränderungen in der Lunge, heftige Immunreaktion, aber auch durch falsches Futter entstehen. Ebenso kann es den Beginn gefährlicher Erkrankungen (Petechialfieber) anzeigen. Anzeichen: Nicht entzündliche, diffuse Schwellungen an Beinen, Kopf, Unterbauch, Penisvorhaut, teigig eindrückbar, nicht schmerzhaft. Gegenmaßnahmen: Treten Ödeme an Rumpf, Hals oder Kopf auf, ist zudem die Schwellung stärker oder gar noch mit Lahmheit, Müdigkeit oder auch Schmerz verbunden, sofort Tierarzt rufen. Auch bei geringen Beinödemen sollte bei nächster Gelegenheit der Tierarzt befragt werden.


Periodische Augenentzündung:         nach oben

Die Mondblindheit trifft am häufigsten in bestimmten Gegenden auf (sumpfige Niederungen). Allergische Reaktionen, Vergiftungen durch Verdauungsstörungen nach Aufnahme von verdorbenem Heu und verschimmelten Hafer, Parasiten und Virusinfektionen werden u.a. als Ursachen erwähnt. Da vereinzelt bei Neugeborenen Fohlen eine angeborene Mondblindheit beobachtet worden ist, wurde Vererbung als Ursache in Erwägung gezogen. Die übertragung erfolgte aber hierbei von der erkrankten Mutterstute. Die Erkrankung tritt plötzlich auf. Lichtscheu, Tränenfluss und Schmerzhaftigkeit, Rötung der Lidbindehaut und Pupillenverengung sind die ersten Anzeichen. In der vorderen Augenkammer bilden sich bewegliche Gerinnsel, die Hornhaut ist getrübt. Die Erkrankung setzt gewöhnlich auf einem Auge an. In unregelmäßigen Abständen (Wochen oder Monate) können weitere folgen. In der Regel wird durch die wiederholten Anfälle das Auge blind. Die Erkrankung des anderen Auges kann sich anschließen. Leider gibt es keine zuverlässige Behandlung. Durch sofortige Behandlungsmaßnahmen können jedoch in vielen Fällen bleibende Schäden vermeiden werden.


Phlegmone:         nach oben

Diese Krankheit wird verursacht durch eiterbildende Bakterien, die durch kleine, oft nicht erkennbare Verletzungen unter die Haut gelangen. Die betroffenen Stellen sind die Beine. Es treten entzündliche Schwellungen auf, und es bilden sich eitrige Stellen, die langwierige Wundprozesse nach sich ziehen. Der Eiter kann in Blutgefäße oder Gelenke eindringen und dadurch schwerwiegende Folgen verursachen. Die Symptome dafür sind plötzlich auftretende warme Schwellungen an den Beinen, die sich schnell vergrößern, dann heiß und schmerzhaft werden. Lahmheit des Beines (das sich nicht mehr beugen lässt), ansteigende Körpertemperatur und Futterverweigerung. Wichtig ist, das Pferd ruhig zu stellen, Temperatur prüfen, Tierarzt sofort benachrichtigen, und bis zu seinem Eintreffen das betroffene Bein intensiv mit kaltem Wasser kühlen. Tetanusschutz überprüfen!


Piroplasmose:         nach oben

Piroplasmose ist eine Parasitenerkrankung, welche durch Zecken auf Pferde übertragen wird. Sie ist auch als Babesiose bekannt und tritt vornehmlich in wärmeren Gegenden auf. Hauptverbreitungsgebiete sind Mittel- und Südamerika, der Nahe- und Mittlere Osten, Südeuropa und Afrika. Ausgelöst wird die Piroplasmose durch die Erreger Theileria equi und Babesia caballi. Diese durchlaufen verschiedene Stadien der Entwicklung in den Körpern der Zecken und gelangen schließlich über deren Speichel in die Blutbahnen des Pferdes. Hier setzen sie ihre Entwicklung in den Blutzellen fort. Unter Umständen kann ein Pferd vier Jahre lang Träger der Piroplasmose sein, ohne dass sich Anzeichen dieser Erkrankung bilden, es handelt sich dann um eine latente Infektion. Problematisch bei einer latenten Infektion ist die Tatsache, dass ein solches Pferd die Verbreitung der Piroplasmose vorantreibt. Sobald die Krankheit ausbricht, kann man nach rund zwei Wochen die Parasiten im Blut nachweisen. Das Pferd reagiert mit erhöhter Puls- und Atemfrequenz, Appetitlosigkeit, Fieber. Die Bindehäute schwellen an und verfärben sich dunkelrot, die Körpertemperatur steigt an. Es kommt zu Kolikerscheinungen und blutig gefärbtem Harn. Im Laufe der Erkrankung sind geschwollene Fesseln und Schweißausbrüche zu beobachten. Verläuft die Piroplasmose akut und schwer, führt sie innerhalb von zwei Tagen durch die Bildung eines Lungenödems zum Tod. Bei einer schwächeren chronischen Erkrankung magern die Pferde zunehmend ab und die Hinterhand verliert an Kraft, wodurch es in der Folge zum Festliegen kommt. Die Behandlung erfolgt medikamentös durch den Tierarzt und bietet gute Aussichten auf völlige Heilung. In Deutschland tritt die Piroplasmose extrem selten auf, Erkrankungen sind aber nicht völlig auszuschließen.


Koppen:         nach oben

Das Koppen kann freistehend geschehen, oder durch das Auflegen der Schneidezähne auf einen festen Gegenstand. In dieser Position schluckt das Pferd Luft; Die zu starke Luftfüllung kann die Magenschleimhaut reizen, zu Appetitmangel und somit auch zu Gewichtsverlust führen. Des weiteren werden durch das Auflegen die Schneidezähne stark abgenutzt. Dieses Verhalten entsteht in den meisten Fällen, durch Langeweile. Pferde die nicht den Auslauf bekommen den sie brauchen und überwiegend in der Box verbringen müssen. Es ist auf jeden Fall eine vermeidbare Krankheit, denn jedes Pferd sollte mind. 8-10Std. am Tag auf einer Wiese in Gesellschaft ( Herde) verbringen. Es liegt also ganz klar nicht am Pferd sondern allein am Halter! Hat das Pferd erst einmal mit dem Koppen begonnen gibt es noch die makabere Möglichkeit das Koppen zu unterdrücken, indem man dem Pferd im Bereich des Kehlgangs einen sogenannten Koppriemen fest um den Hals schnallt. Es gibt auch eine Reihe operative Möglichkeiten, doch kann man seinem Pferde eine solche Tortouren auf jeden Fall durch Weidegang und Gesellschaft gut ersparen!


Weben:         nach oben

"Weben" liegt vor, wenn das Pferd mit Kopf und Hals stets von einer Seite zur anderen schwingt, wobei es sich gelegentlich auch auf den Vorderbeinen wiegt. Im Gegensatz zum Koppen tritt das Weben seltener auf, man geht davon aus, dass auf drei Kopper nur ein Weber kommt. Zudem trifft man das Weben fast nur bei Pferden an, die höher im Blut stehen. Beim Weben pendelt das Pferd mit der Kopf- Hals-Partie rhytmisch hin und her, wobei zusätzlich das Gewicht ununterbrochen von einer Vordergliedmaße auf die andere verlagert wird. Bei ausgeprägtem Weben kann es vorkommen, dass die Hinterhand während der Gewichtsverlagerung in Gegenrichtung mitpendelt. Durch die beständige Belastung der Gelenke kann es in der Folge zu Schäden insbesondere im Bereich der Vorderhand kommen. Diese Angewohnheit tritt bei Pferden auf, die Ihren Tag in der Box verbringen, oder ohne Gesellschaft leben müssen. So versuchen sie sich zu beschäftigen, und es kann sich schnell daran gewöhnen, so das sehr viel Zuneigung, artgerechte Haltung und Zuneigung unabdingbar werden, damit das Weben abgelegt wird. Es kann also auch gut vermieden werden.


Raspe:         nach oben

Die Raspe entspricht dem Krankheitsbild einer Mauke, nur das bei einer Raspe die Sprung- oder Vorderfußwurzelgelenke betroffen sind.


Rotz:         nach oben

Ist eine Infektionskrankheit die aber zum größten Teil ausgemerzt wurde; sehr ansteckend! Auch der Mensch kann sich daran infizieren. Esel und Maultier sind empfänglicher als das Pferd. Eine hoch fieberhafte Allgemeinerkrankung mit Bildung von diphtheroiden Belägen, Geschwüren und Knoten auf den Respirationsschleimhäuten. Der Tod erfolgt innerhalb von zwei bis drei Wochen. Pferd: überwiegend chronische Formen mit unspezifischen Symptomen wie Fieberschübe, Atembeschwerden, vergrößerte Kehlgangslymphknoten, Leistungsdepression, Abmagerung. Besondere Formen sind: Lungenrotz: dumpfer Husten, Epistaxis (Nasenbluten), Dyspnoe. Kann sich allmählich verschlimmern oder über lange Zeit stationär bleiben. Nasenrotz: schleimiger bis eitriger Nasenausfluss, dann Bildung der typischen grauen bis gelblichen Knötchen, die geschwürig zerfallen. Hautrotz: knotig und geschwürig veränderte Haut und Subkutis mit Lymphangitis und Lymphadenitis. Mensch: Schmerzhafte Entzündung der Infektionsstelle mit Geschwür- und Knotenbildung (Eintritt meist über Hautverletzungen) und mit lokaler Lymphadenitis. Aerogene Infektionen sind ebenfalls möglich (Laborinfektionen!) Die übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, Aerosolbildung oder indirekt durch kontaminiertes Futter, Wasser oder Gegenstände.


Sarkoide:         nach oben

Ein Sarkoid ist eine Hauterkrankung, bei der das Gewebe der Haut von einem Virus befallen wird. Dieser Virus ist noch nicht bekannt. Die Krankheitsherde sehen zu Beginn aus wie harmlose Warzen. Später ähneln sie eher einem Tumor. Es besteht die Möglichkeit, dass sich ein Sarkoid auch auf andere Körper- Regionen ausbreitet. Bei einer Ausbreitung kann ein Sarkoide sehr groß werden. Ob und wie ein Sarkoid entfernt werden muss, darüber gibt es zur Zeit keine klare Aussage. Man geht davon aus, dass zumindest ein Sarkoid, welches beständig wächst, entfernt werden sollte. über die Art der Entfernung gehen die Meinungen weit auseinander.
In Frage kommt eine chirurgische Entfernung oder die Einfriertechnik (Kryochirurgie). Oder dem Pferd werden spezielle Stoffe, welche das Immunsystem anregen, direkt unter die Sarkoide gespritzt. Genau wie bei der Behandlung, klaffen auch die Meinungen über das Auftreten der Sarkoide auseinander. So heißt es zum Beispiel, daß bestimmte Rassen eher zu Sarkoiden neigen. Aber auch, daß diese in bestimmten Ställen vermehrt auftreten, ohne daß die Pferde dort artverwandt wären. Als gesichert gilt, daß entfernte Sarkoide dazu neigen, an den gleichen Stellen wieder erneut aufzutreten. Bei Unklarheit, ob es sich um ein Sarkoid handelt, sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.


Schale:         nach oben

Schale (Ringbein) kann sowohl junge als auch alte Pferde betreffen, wobei die Anfälligkeit mit zunehmendem Alter steigt. Verletzungen, Schläge, harte Bodenverhältnisse und eine genetische Disposition können Schale verursachen.
Bei Schale handelt es sich um eine Exostose (eine Knochenneubildung) in Form einer Auflage. Schale tritt an der Fessel auf und kann "hoch" oder "tief" sein. Eine hohe Schale greift das Fesselbein an; eine tiefe Schale das Kronbein. Ferner unterscheidet man artikuläre und nichtartikuläre Schalen. Eine artikuläre Schale greift entweder das Gelenk zwischen Fessel- und Kronbein oder zwischen Kron- und Hufbein an. Die Prognose ist denkbar schlecht. Bei einer artikulären Schale kann die Lahmheit des Pferdes dauerhaft bestehen bleiben. Bei einer nichtartikulären Schale sind die Heilungschancen weitaus besser. Schale äußert sich durch eine deutliche Lahmheit und eine schmerzhafte Schwellung. Mit der Zeit klingt die Empfindlichkeit ab und es kommt zu einer Knochenneubildung.


Schlundverstopfung:         nach oben

Eine Schlundverstopfung wird fachlich als Ösophagusobstipation bezeichnet. In der Regel wird sie durch Abschlucken von festen, nicht ausreichend zerkleinerten Futterteilen hervorgerufen. Diese Futterbestandteile setzen sich vor- wiegend am Schlundkopf, dem Brusteingang und Zwerchfellschlitz fest. Bei großen Stücken besteht die Gefahr einer völligen Verlegung des Durchgangs. Bei kleineren Brocken kann es in der Folge zu einer Aspirationspneumonie, einer durch eingedrungene Fremdkörper verursachten Lungenentzündung kommen.
Liegt eine Schlundverstopfung länger als rund sechs Stunden vor, bilden sich an den betroffenen Stellen Drucknekrosen der Schleimhäute, die zur Perforation oder Narbenbildung führen. Ein Pferd mit Schlundverstopfung zeigt plötzlich einsetzende Appetitlosigkeit, Unruhe und ängstlichen Blick. Das Tier versucht, den Fremdkörper herauszuwürgen, es besteht starker Speichelfluss und Hustenanfälle, in vielen Fällen auch Symptome ähnlich einer Kolik. Bei Verdacht auf eine Schlundverstopfung muss unbedingt ein Tierarzt gerufen werden, da es sich um einen konkreten Notfall handelt. Von dem Versuch einer Selbstbehandlung sollte abgesehen werden, da hier häufig die Situation verschlimmert wird. Die eigentliche Therapie besteht in der Entfernung des Fremdkörpers. Befindet sich dieser Fremdkörper im vorderen Bereich oder ist er von außen tastbar, kann er mittels beidseitiger Massage zum Maul hin befördert werden. Der Kopf wird bei dieser Vorgehensweise tief gehalten. Bei tieferliegenden Verstopfungen wird der Einsatz spezieller Sonden erforderlich, um den Fremdkörper gezielt zu greifen und zu ent- fernen. Die Entfernung erfolgt grundsätzlich in Richtung zum Maul. Bei korrekter Behandlung liegt der Heilungserfolg ohne Folgeschäden bei über 90%


Sommerekzem:         nach oben

Die Symptome der Krankheit "Sommerekzem" sind leicht zu erkennen, und doch schwer zu behandeln. Das Pferd hat einen ständigen Juckreiz, der durch eventuelle Giftstoffe im Körper des Tieres zustande kommen kann. Besonders bei warmen Temperaturen, oder wenn der Vierbeiner schwitzt, werden diese übeltäter durch die Poren der Haut abgegeben.
Das geplagte Pferd oder Pony lässt sich keine Gelegenheit entgehen, um den Juckreiz zu lindern. Es macht genau das, was wir bei einem Schnakenstich machen: jucken. Obwohl die Menschen wissen, dass alles nur noch schlimmer wird, hören sie nicht auf und kratzen immer weiter. Das Pferd scheuert sich durch den starken Juckreiz an Mähne und Schweif, in mehreren Fällen auch an Bauch und Rücken. Der Teufelskreis entsteht: Der Drang sich zu jucken wird nicht verringert, sondern immer größer. Zu Beginn brechen die Langhaare an Mähne und Schweif ab. Schnell verwandeln sie sich in kahle, hässliche Stellen, die sich rasch zu nässenden, blutenden Wunden entwickeln. Fliegen und andere Insekten bringen Bakterien, Schmutz und Keime in die offene, verletzte Haut. Eine Entzündung entsteht, die daran Schuld ist, dass der gesamte Mähnenkamm bis hin zum Widerrist und die Schweifrübe anschwillen.
Die Krankheit tritt zwischen April und Oktober auf, daher auch der Name "Sommerekzem".
Chronisch infizierte Pferde oder solche, die sich in der Inkubationsphase befinden, bilden ein Erregerreservoir. Sie kontaminieren die Umgebung und schleppen die Seuche in gesunde Pferdebestände ein. Menschen stecken sich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren an.


Spat:         nach oben

Mit Spat bezeichnet man eine Krankheit, die an den Hintergliedmaßen auftritt. Hier bilden sich Knochenauftreibungen am Sprunggelenk, die zur Versteifung des Gelenks führen können. Die Krankheit wird hervorgerufen durch zu große Belastung (im Sport, Zugpferd, Trabrennsport). Typisch für Spatpferde ist, dass sie den Huf nur auf der Zehe aufsetzen. Sie treten nicht durch. Meistens gehen die Pferde besonders morgens lahm, im Laufe des Tages bessert sich der Zustand.
Man kann eine sogenannte Beugeprobe machen um Spat zu diagnostizieren (einwandfrei nur über Röntgenbilder), dabei wird das Hinterbein stark gebeugt (man zieht den Huf unter den Bauch und hält Ihn für ca. 1 Minute dort fest). Dann lässt man das Pferd antraben (ein Klaps auf den Hintern hilft). Ist jetzt eine deutliche Lahmheit am vorher aufgehobenen Bein festzustellen, sollte man das Tier röntgen lassen. Linderung ist bei beschlagenen Pferden mit einem othopädischen Beschlag zu erzielen. Dabei erhöht man die hinteren Schenkel des Hufeisens - bis das Pferd wieder vollflächig auftritt. Außerdem bekommt der Beschlag eine Zehenrichtung um dem Pferd das Abrollen zu erleichtern.
Mit dieser Maßnahme entlastet man die durch die Verknöcherung des Knorpels überdehnten Sehnen. Ist eine Verknöcherung noch nicht eindeutig zu erkennen, kann man eventuell, natürlich ohne das Pferd zu belasten, mit viel Weidegang eine Heilung erreichen


Stollbeule         nach oben

Die Ursache ist zu dünne Einstreu. Es treten Schwellungen am Ellbogengelenk in Höhe der Brust auf. Geht das Pferd lahm, ist bereits eine Infektion vorhanden. Wirksam sind kalte Umschläge und dickere Einstreu. Bei einer Infektion ist tierärztliche Behandlung erforderlich.


Strahlfäule:         nach oben

Die Fäule des Hornstrahls tritt vor allem an den Hinterhufen der Pferde auf. Beginnend von der mittleren Strahlfurche aus, zerfällt das feste Strahlgewebe. Das Horn ist zerklüftet, und die Spalten sind mit einer schmierigen, übelriechenden Masse gefüllt. Ist der Strahl zerstört, so kann ein Zwanghuf entstehen. Bei tiefen Defekten reizen die Bakterien die Lederhaut- Gefahr von Lahmheit oder (bei längerer Anwendung) sogar Hufkrebs!. Sie wird durch mangelnde Sauberkeit und Pflege der Hufe, vor allem durch Stehen in feuchtem Mist, hervorgerufen. Sorgsame Behandlung des Hufes und immer saubere, trockene Streu schützen vor Strahlfäule. Die häufig empfohlene Anwendung von Hufteer ist falsch. Nässe und Bakterien werden dadurch geradezu eingeschlossen. Hufteer, wenn überhaupt, nur am gesunden Huf zum Schutz vor extremen wetterbedingten Belastungen anwenden!


Stützbeinlahmheit:         nach oben

Ohne äußerliche Einwirkung schont das Pferd plötzlich ein Bein. Es tritt eine warme, schmerzhafte Schwellung im Bereich der Beugesehnen oder der Fesselträger auf. Die Belastungszeit des erkrankten Beines verkürzt sich. In diesem Fall sollte sofort der Tierarzt hinzu gezogen, und das Bein möglichst mir fließendem Wasser, ansonsten mit kalten Wickeln gekühlt werden.


Tollwut:         nach oben

Die Tollwut ist bei Ausbruch immer tödlich, beim Pferd unter Lähmung und Festliegen nach zwei bis acht Tagen. Auch wenn das Pferd als schlechter überträger gilt, ist für den Besitzer Vorsicht geboten, da er selbst infiziert werden könnte. Wie bei Tetanus ist die Impfung gegen Tollwut ein unbedingtes Muss! Die Symptome dafür sind hundebißähnliche Wunden an Beinen, Lippe, Nüstern, Juckreiz an der Wunde, Erregbarkeit, Unruhe, Krämpfe, Speicheln, Abneigung gegen Wasser, Schluckbeschwerden, heiseres Wiehern. Bei Verdacht unbedingt sofort den Tierarzt und Veterinärbehörde/Ordnungsamt informieren. Pferd, Kontakttiere, mit Speichel in Verbindung gekommene Gegenstände nicht mehr berühren. Besteht der Verdacht, dass Personen oder Besitzer von Kontakttieren infiziert wurden, sind diese sofort zu benachrichtigen!


Vergiftungen:         nach oben

Neben den pflanzlichen Vergiftungen, kann das Pferd durch Aufnahme größerer Mengen an Insektiziden und Rodentiziden ( Gifte gegen Nager) oder Schwermetallen schwer geschädigt werden. Die Symptome dafür sind Unruhe, Schweißausbruch, Kolik, Krämpfe, schwankender Gang, hohe Herzfrequenz, Kreislaufversagen, Apathie, Atemnot, Nasenbluten, Durchfall, blutiger Kot. In diesen Fällen sofort den Tierarzt holen! Prüfen, ob das Pferd Zugang zu giftigen Sträuchern, chemischen Mitteln (Holz-, Pflanzenschutz, Dünger u.ä.) hatte oder welche sonstige Giftquelle in Betracht kommen könnte. Andere Tiere entsprechend schützen, und entsprechenden Quellen beseitigen.


Warzen:         nach oben

Warzen sind durch Viren verursachte Wucherungen in der Haut eines Pferdes. Durch den Umstand, dass es sich um Viren handelt, können sie auf andere Pferde übertragen werden Man nennt Warzen auch Papillome. Sie treten einzeln oder gehäuft auf und sind gutartig. Bei Beginn zeigen sie sich als kleine, weiche Gebilde, deren Form an Lisen erinnert. Mit der Zeit wachsen Warzen weiter und bilden eine rauhe, stark zerklüftete Oberfläche. Warzen benötigen eigentlich keine Behandlung. Oft verschwinden sie von alleine wieder. Soll eine Warze entfernt werden, so kann man sie chirurgisch entfernen oder veröden. Auch gibt es die Möglichkeit, einen Impfstoff zu verwenden, der aus den Bestandteilen der Warze eines betroffenen Pferdes gewonnen wird. Eine Entfernung von Warzen ist erforderlich, sobald sie sich zum Beispiel im Bereich der Sattellage oder des Sattelgurtes gebildet hat. Zeigt eine Warze eitrige Beläge, sollte ein Tierarzt über die Behandlung entscheiden. Bei jungen Pferden, meist unter drei Jahren, treten in Einzelfällen innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl sehr kleiner Warzen im Bereich des Mauls und der angrenzenden Gesichtsregionen auf. Man führt dies auf eine Virusinfektion zurück, mit der das Immunsystem nicht zurecht kommt. Die Warzen sind jedoch harmlos und bilden sich zurück, bevor sie dann abfallen ohne Narben zu hinterlassen. Wichtig ist, Warzen von den so genannten Sarkoiden zu unterscheiden, da diese zu Beginn einer Erkrankung ähnlich aussehen.


Wundstarrkrampf:         nach oben

Der Wundstarrkrampf ist eine durch Bakterien ausgelöste Erkrankung, die etwa in einem Drittel der Fälle tödlich endet. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Clostridien über eine meist verschmutzte Wunde. Das Tetanustoxin, das von den Bakterien freigesetzt wird, führt nach einer Inkubationszeit von 3 bis 60 Tagen zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen. Ist das Pferd dennoch nicht geimpft, so kann im Fall einer Verletzung der Ausbruch von Tetanus durch eine frühzeitige Kombinationsimpfung noch verhindert werden. Bei bestehenden Symptomen helfen jedoch nur noch Maßnahmen, die diese lindern, es gibt aber kein "Gegenmittel".


Zahnprobleme:         nach oben

Alte Pferde leiden oft an Kauproblemen. Die liegen meistens in scharfen Kanten begründet, die sich an den Zähnen der Senioren bilden. Jedoch kann dies auch bei jüngeren Pferden bereits auftreten. Zahnprobleme können auch dazu führen, dass Futter nicht mehr richtig gekaut wird und es hierdurch bedingt womöglich zu einer Kolik kommt. Die Zahnprobleme können aber in der Regel relativ gut erkannt werden durch folgende Anzeichen für Zahnprobleme:
- Möhren und Leckerchen können nicht mehr problemlos gekaut werden.
- das Pferd magert ab.
- es dreht beim Heufressen kleine "Würstchen", die aus dem Maul fallen.
Sind beim Pferd derartige Symptome zu beobachten, muss der Tierarzt informiert werden. Er kann die Zähne notfalls abraspeln und scharfe Kanten vorsichtig korrigieren. Das Abraspeln muss mit Feingefühl erfolgen, und soll auch nur der Tierarzt durchführen!, weil die Zähne alter Pferde zum Splittern und Abbrechen neigen. Außerdem sind sie extrem schmerzempfindlich.

 Informationen
 Pferdekrankheiten  Hausmittel  Schmerzempfinden  artgerechte Haltung
 


Suleika´s Top 100 Pferde - Vote für diese Seite

 
Copyright by zuechterseite.de
Impressum